"Servir et disparaitre"
Die Präsidentschaft ad interim
Dieser Beitrag ist eine mithilfe von künstlicher Intelligenz erstellte Übersetzung. Der Originaltext wurde auf Französisch verfasst. Bei Abweichungen in der Auslegung ist die französische Originalversion massgebend.
Ich hätte mit einer sauberen Definition der Präsidentschaft ad interim beginnen können. Erklären, worin sie sich von einer «klassischen» Präsidentschaft unterscheidet. Über transitorische Governance sprechen, über befristete Mandate, institutionelle Kontinuität, Rahmenbedingungen und Prozesse.
Ich hätte. Ich hätte auch beruhigen können.
Sagen, dass alles unter Kontrolle ist. Dass ein Interimsmandat eine kontrollierte Zwischenphase garantiert, bis sich die Situation geklärt hat. Aber genau das würde am Wesentlichen vorbeigehen.
Einsteigen, wenn Warten keine Option mehr ist
Eine Präsidentschaft ad interim zu übernehmen bedeutet nicht einfach, eine Übergangsphase zu begleiten.
Es heisst, in eine Organisation einzutreten in dem Moment, in dem sie sich Verzögerungen nicht mehr leisten kann.
Die Gleichgewichte sind fragil.
Spannungen liegen offen.
Aufgeschobene Entscheide sind keine Option mehr.
Es braucht Entscheide.
Die Kontexte ähneln sich oft: strategische Übergänge, tiefgreifende Transformationen, Governance- oder Vertrauenskrisen. Die Ausgangslage variiert, die Dynamik ist dieselbe.
Ein kurzes Mandat. Volle Verantwortung.
Das Mandat ist von seiner Natur her zeitlich begrenzt.
Die Verantwortung hingegen ist sofort da. Vollumfänglich. Nicht verhandelbar.
Die Erwartung ist von Beginn weg klar.
Es soll ein Davor und ein Danach geben.
Und Sie werden für das Danach nicht mehr verantwortlich sein.
Genau das macht diese Rolle so speziell.
Ego beiseitelegen
Manche sehen darin die Gelegenheit, eine eigene Vision durchzusetzen.
Die Organisation steht unter Druck. Die Menschen sind gefordert, teilweise verletzt. Der Handlungsspielraum scheint gross.
Ein Trugschluss.
Dieses Mandat dient nicht dazu, die eigene Laufbahn zu zementieren.
Nicht dazu, Strukturen zu schaffen, die Macht absichern.
Und schon gar nicht dazu, die eigene Zukunft zu fördern.
Die Aufgabe ist eine andere.
Eine Organisation so zu übergeben, dass sie fähig ist, ihre eigene Zukunft zu wählen.
Worum es wirklich geht
Die Governance absichern.
Klären, was wirklich zählt.
Entscheiden, wenn es nötig ist.
Eine tragfähige Nachfolge vorbereiten für jene, die übernehmen werden.
Das ist eine unbequeme Haltung.
Eine Rolle, über die in theoretischen Governance-Ausbildungen kaum gesprochen wird.
Und eine Funktion, die nur wenige übernehmen wollen.
Hohes Risiko, begrenzte Lebensdauer
Wie meine bessere Hälfte oft sagt: geringe Erfolgschancen und ein klares Ablaufdatum.
Dazu kommt ein Punkt, über den wenig gesprochen wird.
Die Präsidentschaft ad interim wird heute gleich vergütet wie ein klassisches Mandat.
Ohne Risikoprämie.
Ohne variable Vergütung bei Zielerreichung.
Es überrascht wenig, dass diese Rolle selten begehrt ist.
Eine Frage des Temperaments
Diese Funktion passt zu bestimmten Persönlichkeiten.
So wie unterschiedliche Wachstumsphasen eines Unternehmens unterschiedliche Profile verlangen.
Hier gilt es, schnell zu handeln, ohne überstürzt zu agieren.
Zu entscheiden, ohne die menschliche Dimension auszublenden.
Das gemeinsame und langfristige Interesse zu priorisieren, auch wenn das dem eigenen schadet.
Den Kurs halten.
Ohne die Zukunft zu blockieren.
Derjenige, der vom Weg abweicht
In unruhigen Zeiten bewegen sich Organisationen oft im Gleichschritt. Das kollektive Vorwärtsgehen vermittelt Sicherheit.
Doch wenn der weitere Weg unklar ist, reicht Mitlaufen nicht aus.
Es braucht jemanden, der ausschert.
Der anders entscheidet.
Der den nächsten Schritt überhaupt erst möglich macht.
Ein «verrückter Frosch», könnte man sagen.
Und manchmal ist genau das die Rolle der Präsidentin oder des Präsidenten ad interim.
Über die Autorin:

Aline Isoz ist unabhängige Verwaltungsrätin und Expertin für digitale Transformation. Sie begleitet Unternehmen und Institutionen in der Suisse romande und verfügt über mehr als zwanzig Jahre Beratungserfahrung, davon zehn Jahre in der digitalen Transformation. Ihre Expertise in Strategie, Innovation und organisationaler Transformation bringt sie in Verwaltungsräte ein, unter anderem als Präsidentin des Verwaltungsrats der Groupe Emch+Berger, von Mobilis Vaud und der Univerre Pro Uva SA sowie als Mitglied des Vorstands des SwissBoardForum.
Sie gilt als eine der prägenden Stimmen der Digitalisierung in der Suisse romande und tritt regelmässig als Referentin und Autorin zu digitalen Fragestellungen auf. Aline Isoz spricht Französisch, Englisch und Deutsch und engagiert sich für eine inklusive, am Menschen orientierte Digitalisierung.
Mehr über Aline: https://www.linkedin.com/in/alineisoz/?locale=en
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Dieser Beitrag ist eine mithilfe von künstlicher Intelligenz erstellte Übersetzung. Der Originaltext wurde auf Französisch verfasst. Bei Abweichungen in der Auslegung ist die französische Originalversion massgebend.